Gestern haben sich die Kanzlerin, Bundesminister, Vertreter der Pharmaindustrie und die Ministerpräsidenten zusammengefunden, um über die weitere Impfstrategie der Bundesrepublik Deutschland zu beratschlagen. Im Vorwege und im Nachgang sah sich insbesondere Gesundheitsminister Jens Spahn harscher Kritik von Seiten der SPD ausgesetzt. Hierzu erklärt der JU-Vorsitzende aus Mecklenburg-Vorpommern, Georg Günther:

"Es ist noch keine zwei Jahre her, da warb Manuela Schwesig als Schirmherrin beim 'Deutschen Ärztekongress für Homöopathie' für Zuckerkügelchen, die über den Placebo-Effekt hinaus medizinisch ihre Wirksamkeit suchen. Noch heute sorgt ihr Grußwort unter Fachleuten für große Heiterkeit. Dass ausgerechnet Schwesig sich jetzt als Jeanne d'Arc der nationalen Impfstrategie aufspielt, ist einfach nur ein schlechter Scherz.

Unabhängig davon, dass sie nach meiner Kenntnis bei allen Entscheidungen mit am Tisch in Berlin sitzt, die den Kampf gegen das Coronavirus berühren, wäre die Impfproduktion heute wohl kaum höher, hätten die Verantwortlichen alle aussichtsreichen Hersteller vor Monaten mit Bestellungen geflutet. Eine Forderung aus den Reihen der SPD ist mir aus dieser Zeit auch nicht bekannt. Ich würde mich freuen, wenn die Sozialdemokraten die Suche nach Schuldigen einstellen würden und die gewonnene Zeit in die Bekämpfung der Pandemie investieren könnten."

Ansprechpartner

Patrick Kreutzer

patrick.kreutzer@ju-mv.de

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