Angesichts des Einreiseverbots für Jäger, die keinen ersten Wohnsitz im Bundesland besitzen, kritisiert der Landesvorsitzende der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern Georg Günther den Landwirtschaftsminister Till Backhaus wie folgt:

„Neben der Corona-Epidemie dürfen die anhaltenden Herausforderungen im Jagdwesen sowie der Landwirtschaft nicht vergessen werden. Die Afrikanische Schweinepest steht kurz vor der deutschen Grenze und die Wildschweinjagd ist ein Beitrag, unsere Hausschweinbestände vor dieser Virusinfektion zu schützen. Außerdem werden Wildschäden auf unseren Feldern und Wiesen durch die Jagd begrenzt. Mit der Einzeljagd sehe ich alle behördlichen Kontaktbeschränkungen eingehalten. Trotzdem sollen Jäger, die zu einem nicht unerheblichen Anteil außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern leben, nicht mehr zur Jagd kommen dürfen? Das ist in jegliche Hinsicht nicht nachvollziehbar.“

„Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat sich klar positioniert und die Jäger von den Beschränkungen ausgenommen, da sie eine gesellschaftlich relevante Aufgabe besitzen. Herr Minister Backhaus sollte sich dringend an diese Vorgabe halten und das Einreiseverbot zur Jagd zurücknehmen. Mit übermäßigen Wildschäden auf den Äckern ist insbesondere in Hinblick auf die Versorgungssicherheit in Deutschland niemanden geholfen“, appelliert Günther.

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