Landwirtschaft ist nicht nur ein Teil unserer Wirtschaft, sondern auch ein Teil unserer Landschaft und damit fester Bestandteil der Identität Mecklenburg-Vorpommerns. Sie sichert die Lebensmittelversorgung sowie Arbeitsplatze in unserem Land und trägt zum Natur- und Artenschutz bei. Wir verstehen Landwirte nicht als Alleinschuldige für sich verändernde Ökosysteme und setzen uns für einen Dialog auf Augenhöhe mit ihnen ein. Dazu haben wir den Runden Tisch Landwirtschaft etabliert.

Die regionale Fischwirtschaft verkörpert einen wesentlichen Teil der maritimen und kulturellen Identität unseres Landes. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, die traditionelle kleine Küstenfischerei als maritimes Erbe zu erhalten. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer regionalen Identität und hat eine große Bedeutung für den Tourismus. Wir werden uns für den Erhalt der passiven und nachhaltigen Küstenfischerei mit Stellnetzen, Angeln und Reusen einsetzen. Diese handwerkliche Fischerei ist unser nationales Kulturerbe und wir werden selbstverständlich auch weiterhin um Unterstützung durch die Landes- und Bundesregierung werben. Auch die Tradition der Angelfischerei sehen wir als wichtigen Wirtschaftsfaktor an. Unsere Unternehmer tragen mit dem Verkauf von Angelzubehör und dem Verleih von Angelbooten wesentlich zu dem touristischen Erleben unseres Landkreises bei.

Als Einwohner dieses Landes verstehen auch wir uns als Umweltschützer und wollen unsere Kulturlandschaft erhalten. Im Gegensatz zu grünen Fantastereien möchten wir aber keine reine Naturlandschaft, in der der Mensch nur eine Randfigur darstellt. Vielmehr stehen wir für eine Kulturlandschaft, in denen der Mensch sowohl im Einklang mit der Natur lebt, als auch der technischen Notwendigkeit den erforderlichen Raum lässt.

Ländlicher Raum bedeutet für uns Heimat, Lebensgefühl, Arbeit und Erholung. Wir setzen uns für gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land ein. Eine Bevorteilung von Stadt vor Land und umgekehrt wird es mit uns nicht geben. Das trifft für uns insbesondere für die zukunftsträchtigen Bereiche „digitale Infrastruktur und Energieversorgung“ zu. So braucht künftig auch jeder im ländlichen Raum eine funktionierende Internetverbindung, um den Anschluss nicht zu verlieren. Gleichfalls darf der große Energiebedarf in den Städten nicht zu Lasten des ländlichen Raumes gehen. Nicht weniger wichtig sind für uns die Traditionspflege sowie das Erhalten und Fördern von Dorfgemeinschaften. Ebenso setzen wir uns für den Zuzug aus den Städten in den ländlichen Raum ein, wobei wir darauf bedacht sind, dass die Bedürfnisse der Zugezogenen nicht vor die der Einheimischen gestellt werden.